Dieses Leinentuch haben die Größe von einem normalen Geschirrhandtuch und ist ein Geschenk meiner Schwieger-Oma. Ich besitze mehrere von diesen Tüchern und hüte sie wie einen Schatz. Der dicke Stoff eignet sich nämlich perfekt zum Brotbacken. Es wird nicht umsonst Bäckerleinen genannt.

In dieses Leinentuch setze ich Teiglinge für die Stückgare hinein. Die Stückgare ist ist die Zeit vor dem eigentlichen Backen, in welcher der nochmals in Form gebrachte, gestraffte Teigling in einer letzten Reifephase ruhen darf. Während dieser Zeit reift der Teigling ein letztes Mal.

Das leicht bemehlte Leinentuch dient dabei als Trennschicht zwischen Behälter bzw. Gärkorb und dem Teigling, zudem hält der Teigling so leichter seine Form. Desweiteren reguliert das Leinentuch die Temperatur und die Feuchtigkeit des Brotteigling.

Das Tuch wird übrigens bemehlt, damit der Teigling nicht haften bleibt. Aber aufgrund der hervorragenden Eigenschaften muss man das Leinentuch wirklich nur leicht mit Mehl bestäuben. Man kann das Leinentuch sogar kopfüber halten und trotzdem bleibt ein Großteil des Mehls in dem groben Gewebe hängen. Um das Mehl wirklich dauerhaft zu entfernen hilft nur Ausklopfen und ein Waschgang in der Waschmaschine.

Wie ihr vielleicht beim Lesen bemerkt habt, ich bin total vernarrt in dieses tolle Stück Stoff.

Bildergalerie: Leinentücher