In den Gärbkorb lege ich meine Brote während der Stückgare. Die Stückgare ist ist die Zeit vor dem eigentlichen Backen, in welcher der nochmals in Form gebrachte Teigling in einer letzten Reifephase ruhen darf.

Wenn das das Brot geformt ist, lege ich es in den Gärkorb. Diesen mehle ich vorher gut aus. Falls der Teigling doch zu weich bzw. zu feucht zu sein scheint, nehme ich sicherheitshalber ein bemehltes Leinentuch. Denn man will ja auf jeden Fall vermeiden, dass das fertig geformte Brot sich nicht aus dem letzten Ruhebehältnis stürzen lässt.

Während dieser Phase kann der Teigling stabilisieren, ohne dass er austrocknet. Deshalb decke ich den Teigling für diese letzte Reifephase mit einem Geschirrtuch ab.

Einer meinen beiden Gärbkorb ist aus Holzschliff, dieser soll die Temperatur und Feuchtigkeit des Teiglings gut regulieren. Zudem gibt der Gärkorb dem Teigling ein schönes Rillenmuster.

Der andere Gärkorb ist aus Peddigrohr und hat eine längliche Form.

Und so arbeite ich mit dem Gärkorb:

Gärkorb ausmehlen

Zu Beginn bestäube ich den leeren Gärkorb mit etwas Mehl. Roggenmehl eignet sich besonders gut bei feuchteren Teiglingen, da es Teig und Korb gut voneinander trennt und sich der Teigling nach der Ruhephase gut herauslösen lässt.

Hinzugabe des Teiglings

Dann gebe ich den in Form gebrachten und gestrafften Teigling in den Gärkorb und decke alles mit einem Tuch ab.

Stückgare – die letzte Reifephase vor dem Backen

Den abgedeckten Gärkorb lasse ich 1-2 Stunden bei Zimmertemperatur stehen, der Teigling kann in dieser Zeit noch einmal schön aufgehen.

Vorheizen

Eine halbe Stunde vor dem eigentlichen Backvorgang heize ich den Backofen mit Backblech auf 250 Grad auf. Wenn ich das Brot nicht direkt auf dem Blech, sondern in einem gusseisernen Topf oder Bräter backen will, so heize ich den Behälter ebenfalls auf.

Der Teigling muss in den Ofen

Jetzt muss der ausgeruhte Teigling gestürzt werden. Entweder in den heißen Topf, oder auf heiße Backblech. Um es mir leichter zu machen, stürze ich den Teigling auf ein Backpapier, welches ich zuvor auf ein Brett oder – wenn man den hat – Brotschieber ausgelegt habe. Damit kann ich den Teigling sicher  transportieren und ich brauche nur das Backpapier mit dem Teigling auf das Blech ziehen. Wenn ich ein Topfbrot backen will, hieve ich den Teigling mit dem Backpapier einfach in den Topf. Das Backpapier dient mir also als Transporthilfe. Man kann auch auf das Backpapier verzichten, sofern das Blech bzw. der Topf lange genug aufgeheizt wurden.

Kann man auch ohne Gärkorb Brot backen?

Ja, ich komme auch ohne Gärkorb zurrecht. In der letzten Reifephase vor dem Backen kannst du deinen Brotteig auch in einer Rührschüssel lagern. Allerdings solltest du dann vorher ein bemehltes Geschirrhandtuch oder Leinentuch als Trennschicht hineingeben. Andernfalls riskierst du, dass dein Teigling an der Schüssel kleben bleibt und sich einfach nicht sauber herausstürzen lässt. Dann kann es passieren, dass man beim Versuch des Herauslösens versehentlich die Gase im Teigling entweichen lässt. Und das wäre ärgerlich, da der gereifte, durch Gärgase aufgegangene Teigling im Anschluss ja gebacken werden soll.

Wie reinigt man einen Gärkorb?

Nach jeder Benutzung lasse ich den Gärkorb trocknen und bürste diesen nach der Trocknung einfach aus. Auf keinen Fall sollte man den Gärbkorb mit Wasser reinigen!

Sollte man einen Gärkorb desinfizieren?

Zur Reduzierung der Keimbelastung stelle ich den Korb alle 1-2 Monate bei ca. 120 Grad für 30 Minuten in den Backofen auf einen Rost. So kommt von allen Seiten gleichmäßig Hitze an.

Bildergalerie: Meine Gärkörbe